28. Dezember-Gedanken

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Besinnliche Weihnachts- und Neujahrsgedanken. Sprüche und Gedichte sowie Texte über die Zeit zwischen altem und neuem.

Bild-Spruch zum 28. Dezember

verschneite Strasse

© Bild Monika Minder, darf für private Zwecke=offline (Karten, Mails) gratis verwendet werden. > Nutzung Bilder

Bild-Text:

Den Kindern rate ich, ihr eigenes Leben zu führen,
gegen mich zu rebellieren und ihre Neigungen zu entdecken.

(© Josef Penninger)

Gedanken zum 28. Dezember

Neigungen entdecken

Neigungen entdecken, wie Josef Penninger in seinem Zitat sagt, finde ich nicht nur für Kinder sehr wichtig, sondern auch für uns Erwachsene. Wir neigen dazu, die Gesellschaft zu einer Normgesellschaft zu machen, in der Anpassung über alles geht. In der das Aufmüpfige höchstens noch in pervertierter Form vorkommt.

In der Anpassung stossen wir auf mehr Anerkennung. Es gibt weniger Konflikte. Ein Ja-Sager wird geliebt. Nur, was unterdrücken wir damit alles? Und ist das gesund?

Leben in einer Gesellschaft, die vor allem äusserlich jedes Jahr noch eines an Buntheit draufgeben kann, und die vor lauter Blenderei den Weg nach Innen nur noch selten findet, weil das niemand sieht, weil das anstrengend ist...

Machen wir es uns da nicht zu einfach?

Wie angepasster ein Mensch im Alltag, wie extremer kann es anderswo ausbrechen.

Wo sind Mut und Visionen geblieben, wo Leidenschaft und Engagement für das, was drängt in uns, für das Echte, Individuelle?

Unsere Gesellschaft braucht das Individuelle, das Sensible, das anders Fühlende, Sehende, Hörende und Denkende. Mehr als je.

(© Monika Minder)

Fremdes Echo

Wer sich stets von anderen meistern lässt, seine eigenen Neigungen und Bestrebungen aufgibt, um fremdes Echo zu werden, nach fremden Wünschen zu leben, verliert immer mehr sein Selbstbestimmungsrecht.

(Prentice Mulford, 1834-1891, US-amerikanischer Journalist, Erzieher)

Mangelnde Neigung

Die Schwester der mangelnden Neigung ist die entsetzliche Langeweile, — ihr Bruder der Müssiggang; eine furchtbare Sippschaft.

(Ernst Freiherr von Feuchtersleben, 1806-1849, österr. Popularphilosoph, Arzt, Lyriker und Essayist)

Innere Verbiegung

Abhängigkeit hat die Tendenz, innere Verbiegung des Willens zu bewirken, sie erzeugt die Neigung zur Anbequemung, zur Liebedienerei. – So entspringt die sittliche Aufgabe: die innere Widerstandskraft auszubilden, die dem Wahren und Rechten dient und treu bleibt, ob es Gunst und Neigung, oder Ungunst und Missachtung bringt.

(Friedrich Paulsen 1846-1908, deutscher Pädagoge und Philosoph)






Schöne Gedichte

Wünsche

Um diese Pilgrimschaft vergnüglich zu vollenden,
Die mich von der Geburt bis zur Verwesung bringt,
Darf Ehre, Schein und Wahn nie meine Seele blenden,
Die nicht mit Träumen spielt, und nach dem Wesen ringt.
Es sei mein Ueberfluss, nicht vieles zu verlangen;
Mein Ruhm, mein liebster Ruhm, Vernunft und Billigkeit:
Soll ich ein mehres noch, bald oder spät, empfangen,
So steh' ein Teil davon zu andrer Dienst bereit.

Die Gegend reizt mich noch, wo bei den hellen Bächen
Und in dem grünen Hain sich Ruh und Freiheit herzt.
Dort konnt' ich mit mir selbst vertraulich mich besprechen,
Wo keine Falschheit lacht, und keine Grobheit scherzt.
Dort lebt' ich unerreicht von Vorwitz und von Sorgen;
Durch keinen Zwang gekrümmt, durch keinen Neid berückt;
Der stillen Wahrheit treu, der Welt, nicht mir, verborgen,
Und, Lust der Einsamkeit! genug durch dich beglückt.

O wie vergnügen mich, wo die kein Schwätzer störet,
Die Werke, deren Ruhm die Meister überlebt;
Die Alten, deren Geist die späte Nachwelt lehret;
Die Neuern, deren Witz den Alten nachgestrebt!
Dann will die Dichtkunst mich durch ihren Reiz ergötzen,
Der in die Seelen wirkt, und Herzen edler macht,
Den, zu der Wahrheit Schmuck, in wunderschönen Sätzen
Homer, Virgil, Horaz, so glücklich angebracht.
Oft lehret mich Plutarch die Helden unterscheiden,
Oft lässt mich Theophrast der Laster Torheit sehn,
Oft hilft mir Tacitus der Grossen Stolz entkleiden,
Das rätselhafte Herz der Menschen zu verstehn.

Freund, sei mit mir bedacht, die Kenntniss zu vergrössern,
Die unsern Neigungen die beste Richtschnur gibt;
Sonst wirst du den Verstand, und nicht das Herz, verbessern,
Das oft den Witz verwirrt, und nur den Irrthum liebt.
Vermehren Kunst und Fleiss nicht unsrer Seele Würde;
Ach! so verführt uns leicht der Zug zur Wissenschaft.
Was nützt Belesenheit, was die Gedächtnissbürde,
Die Schreib- und Ruhmbegier aus tausend Büchern rafft?

Wer dies von Weisen lernt, sein eigner Freund zu werden,
Mit der Versuchung nicht sich heimlich zu verstehn;
Der ist (ihr Grossen, glaubt's) ein grosser Mann auf Erden,
Und darf Monarchen selbst frei unter Augen gehn.
Die Wollust darf ihn nicht aus Bergkristallen tränken,
Die Schmeichler kriechen nicht um seinen Speisesaal:
Doch Freiheit kann der Kost Kraft und Gedeihen schenken,
Und die fehlt Fürsten oft bei ihrem Göttermahl.

Du schönstes Himmelskind! du Ursprung bester Gaben,
Die weder Gold erkauft, noch Herrengunst gewährt,
O Freiheit! kann ich nur dich zur Gefährtin haben,
Gewiss, so wird kein Hof mit meinem Flehn beschwert.

Nichts wähl' ich ausser dir, als, deiner zu geniessen,
Ein unverfälschtes Herz, ein immer heitres Haubt,
Wo aus zu grossem Glück nicht Stolz und Wahn entspriessen,
Noch ein zu grosses Leid mir Mut und Kräfte raubt.
Ich seufze wahrlich nicht um seltne Stufenjahre:
Wer wohl zu sterben weiss, stirbt allzeit gnug betagt.
Nur wünsch' ich, dass ich nicht in meine Grube fahre,
Eh' ich dem Laster schon den Handel aufgesagt.

Darf ich mir noch ein Glück zum letzten Ziel erlesen;
So stell' im Scheiden sich bei mir kein Schrecken ein:
Und wie bisher mein Schlaf des Todes Bild gewesen;
So müss' auch einst mein Tod dem Schlummer ähnlich sein!

(Friedrich von Hagedorn 1708-1754, deutscher Dichter)

Aus einem Schreiben an einen Freund 1733.

Fremdes Echo

Wie sich die Zeit des Verstandes verschiebt,
da doch die Jahre nicht säumen:
Leider in Träumen und Schäumen
sind mir so viele verstaubt und verstiebt.
Neigung, sie läßt sich nicht zäumen,
wie das Laub in den Bäumen
unwiderstehlich von frischem schiebt.
So in den blühenden Räumen
des Frühlings bin ich nun wieder verliebt.

(Friedrich Rückert 1788-1866, deutscher Dichter, Lyriker, Übersetzer)

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