Nachts durch die kalten Strassen,
die Geliebte ein Lichtermeer.
Allein auf der Brücke hör ich plötzlich
ein Weihnachtslied.

(© Milena A.L.)

Moderne Weihnachtsgedichte

Schöne und besinnliche Gedichte für Advent-, Weihnachten und Neujahr, für Kinder und Erwachsene. Moderne und neue Weihnachtsgedichte zum Aufsagen, Vortragen oder Schenken sowie Weihnachtssprüche und Zitate für Weihnachts- und Neujahrswünsche auf Karten.

Wenn ich ein Englein wär

Wenn ich ein Englein wär, flög ich über die Welt
hoch in den Himmel und wieder zurück.
Ich ging mit den Vöglein ins Bett,
hoch in den Bäumen ware unser Nest.
Wenn ich ein Englein wär,
flög ich neben dir her
und beschützte dich.

(© Beat Jan)

Eine Stundenlücke

an allen tagen
eine stundenlücke in die zäune schneiden
den lärm der meldungen abstellen
den blick nach innen richten
spüren wie das licht über den zeiger wandert
den tagen
die wir mit unserem leben so lieben
eine wortpause verordnen
sich ein schweigen schenken
und nichts spüren
als die bewegung der wolkenschritte
an allen tagen
näher bei dir werden

(© Hermann Josef Schmitz)

Dieses Gedicht ist hier veröffentlicht mit freundliche Genehmigung von Hermann Josef Schmitz.

S P R U C H
Eine Lichtung kann überall entstehen, wo wir uns Licht werdend fallen lassen.

(© Monika Minder)

Ein kleiner Taum

Im Winter ist es fast immer kalt
und Weihnachtsbäume stehn im Wald.
Viele auch vor den Häusern,
geschmückt mit allerlei Geschmäuse.
Dort ein Stern und hier ein Baum,
dort ein Rentier, bei mir ein Traum.
Ein kleiner Traum so weit und fern,
damit er lebe, pflück ich mir einen Stern.

(© Jo M. Wysser)

S P R U C H - Z I T A T
Immer wieder die Möglichkeiten sehen, Leben neu zu entwerfen und überhaupt das Leben als Lebensentwurf, als etwas Kostbares und mir Aufgegebenes, immer wieder justieren Könnendes lieb zu haben.

(© Monika Minder)

Welkes Jahr

Jedes Licht will zur Liebe,
jedes Jahr zu Ende gehen.
Ewiges wird es nur geben,
wo nichts will siegen.

Auch der schönste Advent will
einmal Weihnachten und Liebe spüren.
Warte, Eilendes, bleib still,
wenn der Glitzer dich will entführen.

Fühl eigene Wünsche und wehr dich nicht,
lass sie einfach still gewähren,
lass vom Jahr, das sich bricht,
dich sanft nach Hause wehen.

(© Monika Minder)

Nach einer Idee von Hermann Hesse "Welkes Blatt"

Rückblenden und Vorgriffe

so will ich leise werden
und schauen wie ein wachsen wird
will mich verschließen vor dem lärm
der angepriesenen lebenslinien

so will ich würdevoll die träume hüten
und staunen wie der schnee sich ordnet
will schauen wie die wege werden
mit worten die das leben feiern

so will ich eine sehnsucht nähren
in dem die welt sich wieder besser hält
will mich in eines herzens atem fügen
und bleiben in der unbegrenzten liebe

(© Hermann Josef Schmitz)

Dieses Gedicht ist hier veröffentlicht mit freundliche Genehmigung von Hermann Josef Schmitz.

Da raschelt was

Hinter einem Baum im Wald da raschelt was.
Man sieht noch nichts, nur eine Zipfelmütz,
rotweiss mit einer grossen Kugel dran.
Vielleicht ist das der Weihnachtsmann!?
Nur, was macht er hinter diesem Tannenbaum,
hängt er vielleicht schöne buten Lichter an,
oder liegt er gar auf einer Weihnachtsfrau...?

Ach so, der musste mal.

(© Milena A.L.)

Schneeflöcklein

Schneeflöcklein sehen aus wie Regentropfen,
die ihren Fallschirm aufgespannt haben.
Sie können tanzen und ans Fenster klopfen.
Sie sind unbeschreiblich weiss
diese sternförmigen Schneetropfen,
so dass man's fast nicht zu beschreiben weiss.

(© Monika Minder)

Was für ein Geschenk

Man sagt, es wurde uns ein Geschenk gemacht,
mit der Liebe und dem Leben.
Nur an den Frieden wurde nicht gedacht,
und das ist Scheisse eben.
Jetzt müssen wir ihn uns selber backen
mit sieben oder acht Sachen.
Dabei sind wir nur schon überfordert,
wenn ein kleines Feuer am Baum lodert.

(© M. B. Hermann)

Weihnachten

Was würdest Du machen, wenn Weihnachten wär´
und kein Engel würde singen.
Es gäbe auch keine Geschenke mehr,
kein »Süsser-die-Glocken-nie-klingen«.
Im Fernsehen hätte der Nachrichtensprecher
Weihnachten glatt vergessen.
Und niemand auf der ganzen Welt
würde Nürnberger Lebkuchen essen.
Die Nacht wäre kalt.
Dicke Schneeflocken fielen,
als hätt´ sie der Himmel verloren.
Und irgendwo in Afghanistan
würde ein Kind geboren.
In einem Stall, stell es Dir vor.
Die Eltern haben kein Haus.
Was glaubst Du, wie ginge wohl dieses Mal
eine solche Geschichte aus?

(© Jutta Richter, 1955)

Dieses Gedicht ist hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Jutta Richter.

Es freut sich wer

Wenn der Tag die Augen schliesst
und die Flocken leis den Garten bedecken,
das Bächlein unterm Eise fliesst,
freut sich der Schneemann in der Ecke.

(© Monika Minder)

Die Katze hängt am Baum

Die Katze hängt am Baum,
nein, nicht am Katzenbaum,
am Weihnachtsbaum.
Sie hat die Kugeln baumeln sehen,
das hat sie angemacht,
diese vom Baum zu nehmen.

Ein Sprung, ein Satz
und schon hing sie am Ast.
Dabei hat sie der Kugel einen Schlag verpasst,
diese flog direkt auf Opa's Glatz,
Opa hat sich taumelnd hingesetzt,
derweil fiel die Kugel vom Kopf ins Netz.

Angler Opa hats geschenkt gekriegt,
den ganzen Abend fischte er nach einem Kasten Bier.
Er staunte nicht schlecht als die Kugel wippte,
hin und her in seinem Netz und plötzlich kippte.

Das war des Katzis Zeichen,
sie springt und kriegt die Kugel
zwischen ihre Pfotenreiche.
Was jetzt passierte, kann man sich schenken,
sie rannte mit der Kugel durch Türen,
spielte auf Tischen und Bänken,
sie wirbelte herum und jonglierte,
tanzte dabei Beethovens vierte...

Die Kugel war alsbald dahin,
die Gäste gingen nach Hause,
das war dann doch ein bisschen viel.

(© Monika Minder)

Wer weiss

Ach, so nichts mehr, was mich freut,
sogar die Rosinen im Kuchen sind rar gestreut.
Auch der Tannenbaum steht ganz allein,
ein paar Kerzlein sollten doch bei ihm sein!
Ich steck ihm welche an den Schoss,
wer weiss, vielleicht ist dann an Weihnachten
wieder mal der Bär los.

(© Beat Jan)

Weihnachtsgans

Noch hat die Weihnachtsgans
eine tiefgefrorne Gänsehaut.
Man kann darüber lachen,
doch dafür wurde sie geschlachtet.
Die Traurigkeit am Weihnachtsbaum,
überfällt sogar den Weihnachtsmann.

(© Monika Minder)

Es fegt ein Wind

Es fegt ein Wind ins Nasenloch,
der pfeifft Miau.
Die Katze schläft vor'm Ofenloch,
sie ist schlau.

(© Hanna Schnyders)

Schneeflöcklein

Schneeflöcklein, liebs Flöcklein,
Setz dich auf mein Röcklein.
Setz dich auf das Dächlein
Und aufs kleine Bächlein.

Schneeflöcklein, liebs Flöcklein,
Setz dich auf mein Näslein,
Setz dich auf das Tännlein,
Morgen soll alles weiss sein.

(© Beat Jan)

Zwei Schlingel unterm Tannenbaum

Unter einem grossen Tannenbaum
Stehen zwei pausbackige Schlingel,
Lugen mit staunenden Gesichtern
In die hellen Weihnachtslichter.

Dort oben gibt es jede Menge zu sehen:
Bunte Lichter, die kommen und gehen,
Sterne aus Goldpapier,
Anhänger aus Getier,
Glänzende Bimmeleien,
Glitzernde Spielereien.

"Davon könnte man doch naschen,
Mach auf deine Taschen!"
Sagt der kleinere Schlingel
Und reisst an einem Glitzerbimmel.

"Das macht man nicht,
Das ist gestohlen.
Du bist ein dummer kleiner Wicht!"
Meint der grössere verstohlen.

"Lass uns erfreuen an den kleinen Dingen
Staunen an den Lichterkerzen!
Lass in den Taschen deine Finger
Weihnachten ist im Herzen!"

Jetzt zieht er doch den Kopf ein bisschen ein,
Der kleine Schlingel.
Er möchte doch ein Guter sein,
Wenigstens an Weihnachten, nicht für immer.

(© Monika Minder)

Lebensweisheiten Neujahr

Tiefsinnige Zitate, besinnliche Sprüche und Gedanken für die Advents-, Weihnachts- und Neujahrszeit.

Lustige Weihnachtsgedichte für Kinder

Kurz und lang, modern und klassisch, hier gibt es witzige Weihnachtsgedichte und Sprüche für gross und klein.

Weihnachtssprüche

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