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Ein schönes Weihnachtsgedicht von Ida Gräfin Hahn und weitere Gedichte
zur Advents- und Weihnachtszeit, sowie Bücher- und Geschenk-Tipps.


Am Weihnachtsabend

Stehst du freundlich wieder offen,
Meiner Kindheit Paradies,
Dass ich unter frohem Hoffen,
In der Jugend Mut verliess? -

Haben Zauberlandes Räume
Hell sich wieder aufgetan,
Schaukeln meine alten Träume
Wieder mich in süssem Wahn?

Giesst der Kerzen muntrer Schimmer
Licht durch meine Lebensnacht,
In der schon seit Jahren nimmer
Ruhesterne mir gelacht?  -

Wär ich niemals doch geschieden
Aus dem engbeschränkten Reich;
Dann wär meiner Seele Frieden
Noch wie damals ewig gleich.

Ach, nun scheinen Weihnachtskerzen
Wie der Fackel düstrer Zug,
Wenn zum Grab gebrochne Herzen
Auf der Bahre hin man trug.  -

Oder wie die Abendröte
Noch den Horizont bemalt,
Wenn sich schon die Nacht erhöhte,
Längst nicht mehr die Sonne strahlt.

Abglanz des verlornen Glückes
Find ich, wo sonst Glückes Spur:
Kenne Gunst des Augenblickes
Diesen bleichen Schatten nur.

Matt versanken kleine Freuden
Vor der Liebe Sonnenglanz. -
Nach der Liebe steht das Scheiden,
Es zerriss mir meinen Kranz.

Flattern auch noch kleine Blüten
Hier und dort mir freundlich zu,
Nehm ich sie wie sie sich bieten;
Doch sie geben keine Ruh.

Leuchtet nur ihr Weihnachtskerzen
Durch die Winternacht so mild,
Also strahlt durch Gram und Schmerzen
Meiner einz’gen Liebe Bild.

(Ida Gräfin Hahn-Hahn 1805-1880, deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin)




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Der Funke der Liebe


Der Funke der Liebe, im Herzen geboren,
Geht nimmer Dem, der ihn empfunden, verloren,
Er glühet und brennt in die Ewigkeit fort;
Denn wäre dem Menschen die Kraft nicht gegeben,
Zu lieben bis hin ins unsterbliche Leben,
So gäb's wahre Liebe nicht hier und nicht dort.

Nicht wird er entzündet an rosigen Wangen,
Und nicht an dem Feuer des Jugendverlangen,
So flüchtigem Dienste ist er nicht geweiht.
Und selber die Freude auf schimmerndem Flügel,
Sie bringet ihm nicht der Unsterblichkeit Siegel. -
Der Funke der Liebe wohnt über der Zeit.

Und nicht kann er langsam mit Tagen veralten,
Auch nicht an dem Eise der Jahre erkalten,
Das andre so heisse Gefühle verwischt.
Es mögen auch glühende Tränen erzählen,
Dass still sie gebrochen die mildesten Seelen; -
Der Funke der Lieb' nicht in Thränen erlischt.

Die Asche der Theuren selbst kann ihn nicht decken;
Er weiss aus Zerstörung das Leben zu wecken,
Und Gräber und Staub hemmen nicht seinen Lauf.
Denn so wie der Phönix aus rein'genden Flammen, -
Bricht einstens das Erdengerüste zusammen, -
So schwingt er sich froh zur Unsterblichkeit auf.

(Ida Gräfin Hahn-Hahn 1805-1880, deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin)




Nachtlied

Zur Ruhe ist gegangen
Der Menschen Treiben, Thun;
Sie finden ihr Verlangen, -
Nur mein Herz kann nicht ruh'n.

Jetzt erst wird Alles stille,
Die Nacht zieht gross einher,
Mit ihres Friedens Fülle; -
Schlaf, Herz, was willst du mehr.

Zu dir kommt auch der Frieden,
Wenn gleich der Busen schwer;
Er naht sich gern den Müden, -
Schlaf, Herz, was willst du mehr.

Denkst du vergangner Zeiten? -
O, sie sind dir Gewähr,
Dass sie auf schön're deuten. -
Schlaf, Herz, was willst du mehr.

Denkst du des fernen Lieben? -
Dein Freund liebt dich so sehr;
Dein Schmerz würd' ihn betrüben. -
Schlaf, Herz, was willst du mehr.

(Ida Gräfin Hahn-Hahn 1805-1880, deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin)




Liebeswünsche

Wenn ich ein Vöglein wär', flög' ich zu dir,
Sänge dir Lieder, blieb' einsam nicht hier.

Wenn ich ein Blümlein wär', wollt' ich dir blühen,
Wollt' deine Blicke stets hin auf mich ziehen.

Wenn ich ein Lüftchen wär', würd' ich dich kühlen,
Fröhlich um Locken und Stirne dir spielen.

Wenn ich ein Bächlein wär', wollt' ich dir rauschen,
Wie auf ein Märchen sollt'st du auf mich lauschen.

Wenn ich ein Stern wär', dir ewig zu scheinen,
Sicher dann solltest du nimmermehr weinen.

Wenn ich der Schlaf wär', käm' leis' ich hernieder,
Fächelte Ruh' dir mit weichem Gefieder.

Wenn ich der Traum wär', so brächt' ich dir Grüße
Fern von der Lieben und Blumen und Küsse.

Wenn ich die Sehnsucht wär', zög' in dein' Sinn,
Wenn ich die Liebe wär', blieb' ich darin.

(Ida Gräfin Hahn-Hahn 1805-1880, deutsche Schriftstellerin, Lyrikerin)


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