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Die Weihnachtsgeschichte von Pauli und Sini. Eine Katzen-Liebesgeschichte, geschrieben von Monika Minder.

Katzenweihnacht

Pauli, der schöne graue Kater, schlendert gelangweilt in der Wohnung herum. Es ist Advent und bitterkalt draussen. Also kein Wetter zum Mäuse fangen. Lieber ein bisschen auf dem Sofa liegen und sich kraulen lassen. Aber ausgerechnet jetzt hat niemand Zeit für ihn.

Katzen- und Menschenleben passen nicht zusammen, denkt Pauli. Im Sommer, wenn alle im Garten sitzen und faul herumliegen, muss ich auf dem Feld Mäuse fangen. Und im Winter, wo ich Zeit habe faul herumzuliegen, müssen die Menschen Geschenke kaufen gehen und backen und sonst noch so Sachen, die man halt um diese Jahreszeit macht.

"Seufz", stösst er miauend hervor und setzt sich in die Mitte der Wohnung. Er schaut noch ein bisschen dumm aus der Wäsche, aber er denkt nach. Wenn man genau hinschaut, sieht man es ihm sogar an. Auf seiner Stirne bekommt er nämlich eine Falte. Die bekommt er immer, wenn er ganz fest nachdenken muss.

"Was könnte ich tun?" Pauli ist ja schliesslich nicht blöd und versauert, nur weil keiner Zeit für ihn haben will. Das wäre ja dann wirklich blöd. Schliesslich kann er denken und denken findet Pauli besonders wichtig.

Er schaut nach oben und plötzlich - hopp - ist er mit einem Satz auf dem Tisch. Hier hat er bessere Aussicht und kann sogar noch aus dem Fenster gucken. Das ist tausendmal spannender als am Boden sitzen.

"Ach, siehe da, die Nachbarn gehen auch weg", beobachtet er. "Dann ist ja Sini auch ganz alleine."

Die schöne Nachbarskatze, die Pauli heimlich liebt. Leider mag Sini den Pauli nicht wirklich. Sie beachtet ihn nicht. Pauli muss wieder nachdenken, denn das könnte man ja ändern.

Sini ist hübsch, sie hat viele Verehrer. Dauernd ist einer zu Besuch und gockelt um sie herum. Das könnte also schwierig werden, grübelt er. Was könnte ich tun, damit sie mich auch beachtet?

Pauli hat schon einen Plan. Mit einem Sprung vom Tisch geht es direkt ab in den Keller. Zum Glück war die Türe nur leicht angelehnt. Kürzlich hat er nämlich gesehen, dass sein Frauchen Würste in den Keller gehängt hat. Es wird sicher nicht auffallen, wenn er eine als Geschenk für Sini mitnimmt.

Die Würste hängen hoch und es gibt nichts, keinen Tisch, keinen Stuhl, gar nichts worauf Pauli springen könnte, damit er besser an das Fleisch heran käme. Also nimmt er Anlauf und springt in die Höhe. Leider ohne Erfolg.

Er geht noch einen Schritt zurück, um noch mehr Schwung zu bekommen. Wieder springt er, aber es reicht wieder nicht. Ein bisschen weiter ist er gekommen. Er übt und übt, springt und springt. Viel fehlt nicht. Beinahe wäre er dran gewesen.

Pauli muss sich ein Weilchen ausruhen, denn das ist richtig anstrengend. "Ich gebe nicht auf, ich schaffe es", sagt er zu sich selber.

Noch einmal will er alles geben. Bis ganz an die Wand geht er zurück, um noch mehr Anlauf nehmen zu können. Sein Ziel vor Augen und hochkonzentriert sammelt er seine Kraft und rennt los. Wie ein Pfeil schiesst er in die Höhe, liegt quer in der Luft und berührt mit der äussersten Spitze seiner Kralle die Wurst und reisst sie mit nach unten.

"Phu, das war knapp", keucht er.

Lange kann er nicht ausruhen, er muss sich beeilen, sonst kommen die Leute vom Einkaufen nach Hause. Rasch mit der Wurst nach oben und in ein buntes Papier einwickeln, damit das auch hübsch aussieht. Und schon gehts los.

Pauli ist ganz aufgeregt als er vor Sinis Katzentörchen steht. Mit seiner Pfote drückt er das Törchen auf und lässt es dann zurückknallen, damit es einen lauten Ton gibt. Dazu miaut er.

Sini kommt getänzelt. Wie schön sie ist, denkt Pauli und verdreht verliebt die Augen.

"Ach du", sagt sie nur und will sich gleich wieder umdrehen.

Jetzt musste er aber handeln, sonst ist sie weg.






"Hallo Sini, schau, ich habe dir ein Geschenk mitgebracht." Er reicht ihr das Päckchen. "Ich möchte dir einen Besuch machen und fragen, wie es dir geht. Hast du ein bisschen Zeit?"

Zeit, murmelt sie so vor sich hin, mehr als nur genug. Ist ja total langweilig.

"Was hast du gesagt", fragt Pauli nach. Er hat ihr Gemurmel nicht verstanden. Aber, das ist vielleicht besser so.

"Oh, ein Geschenk", sagt Sini laut. "Wie aufmerksam von dir. Und auch noch in einem schönen blauen Papier. Meine Lieblingsfarbe. Komm doch bitte herein."

Der ist ja doch ganz nett, denkt sie so für sich.

Sie laufen in die andere Zimmerecke und setzen sich vor Sinis grossen Katzenkorb. Langsam öffnet sie ihr Geschenk. "Mmmh, das riecht ja lecker." Ihre Augen werden ganz gross und sie ist total entzückt als sie die leckere Wurst vor sich sieht.

"Oh, so ein tolles Geschenk habe ich noch nie bekommen."

Sie schaut ihn lange an und plötzlich drückt sie Pauli einen Kuss auf die Wange und sagt etwas verlegen: "Danke Pauli. Du bist ja total süss!"

"Komm, du darfst zu mir in den Korb, wenn du willst. Wir machen es uns gemütlich."






Pauli ist vollkommen durcheinander. Was für ein Tag. Und jetzt auch noch ein Küsschen. Und ja, natürlich will ich zu dir ins Körbchen und ganz nah und kuscheln.

Sie essen von der Wurst, schauen sich immer wieder verliebt in die Augen, schnurren um die Wette und schlafen dann eng umschlungen ein.

Weihnachten kann so schön sein, denkt Pauli und rutscht noch ein bisschen näher an Sini heran. Schnurr....!

(© Monika Minder)

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