Adventskalender, Adventssprüche für jeden Tag

6. Adventstag - Nikolaustag

Adventsgedanken zum 2. Adventssonntag

In diesem Jahr fällt der 6. Dezember oder der Nikolaustag direkt auf den 2. Adventssonntag. Hier erhalten Sie Gedanken, Gedichte und Sprüche. Lustige und ernste Texte, besinnliche Worte zur Advents- und Weihnachtszeit mit schönem Bildspruch zum Ausdrucken.

Bild-Spruch - 6. Tag im Advent

Nikolausstiefel aus Stoff

© Bild Monika Minder, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos genutzt werden. Z.B. für eine Karte, ein Geschenk.... > Nutzung Bilder

Bild-Text:

Geben kann man lernen,
nehmen muss man können.

(Richard von Schaukal, 1874-1942, österreichischer Schriftsteller)

Gedanken zum 6. Dezember

Nikolaustag

Der Nikolaustag gehört vor allem den Kindern. Sie werden am 6. Dezember reichlich beschenkt. Ein Brauch, der im Gedenken an Nikolaus von Myra entstanden ist, von dessen Barmherzigkeit uns viele Legenden erzählen.

Nikolaus von Myra hat geholfen und gelindert, wo immer er Not sah. Er hat Menschen, die im Überfluss lebten dazu angehalten, teilen zu lernen und denen etwas abzugeben, die nichts hatten.

Ich bin sicher, es wäre ganz in seinem Sinne gewesen, wenn wir etwas mehr Nikolaustage einschalten würden und unsere Herzen und Hände das ganze Jahr geöffnet halten, damit wir von all dem Überfluss, in dem wir leben, einen Teil abgeben können. Und nicht nur vom materiellen Überfluss möchte ich sprechen, auch Zeit können wir schenken. Zuhören, da sein, eine schöne Geste schenken, ein Lächeln. Aufmerksam und achtsam sein, aber auch uns selbst gegenüber.

Nicht immer können wir geben. Manchmal sind wir selber bedürftig, sind krank und brauchen die Kraft für uns. Dann ist es wichtig, uns selbst genug Aufmerksamkeit zu schenken und achtsam mit den Ressourcen umzugehen. Nur so können Zuversicht und Hoffnung stärker werden.

Auch ein Nein kann ein Geschenk sein. In vielerlei Hinsicht. Wir müssen nicht immer geben, um gut dazustehen oder uns die Liebe der anderen zu erkaufen. Ein Geschenk müssen wir nicht annehmen, wenn es sich nicht stimmig anfühlt. Eine kleine Geschichte dazu:

Eine Bekannte hat einen neuen Nachbar bekommen. Sie wohnte in einem Mehrfamilienhaus. Er mitte 50. Sie auch. Nach fünf Wochen Einzug kam er sich vorstellen und sagte gleich: "ich bin laut, wenn ich zu laut bin, sag es". Meine Bekannte hatte natürlich schon gehört, dass er extrem laut ist. Auch nachts hat er gehandwerkert und herumgeschrien. Sie verwies ihn höflich auf die Hausordnung. Er wollte ihr dann einen grossen Topf mit Baum schenken und stellte ihr diesen vor die Türe. Man könne ja mal ein bisschen zusammen sitzen und Kaffee trinken auf dem Balkon..., meinte er siegessicher. Sie habe so ein schönes Lächeln....

Ihr gefiel das gar nicht. Er war übergreifend, und sie fand ihn unsympathisch. Sie lehnte das Geschenk ab. Danach begann der Terror. Er mobbte sie bis zum geht nicht mehr. Da die Meldungen an die Verwaltung nur vorübergehend etwas brachten, ging sie an die Schlichtung. Er bekam eine Abmahnung, schikanierte sie aber dennoch weiter. Sie zog aus.

Es ist wichtig, ein Nein auszusprechen, wenn es nicht stimmt. Auch wenn die Konsequenzen hart sind. Man muss nicht alles annehmen, nicht alles mitmachen. Und es ist wichtig, sich zu wehren, egal wie es ausgeht. Es ist anstrengend, aber für sich selbst einzustehen, stärkt das Selbstwertgefühl.

Meine Bekannte hatte übrigens ein Glückslos gezogen mit dem Wechsel der Wohnung. Am neuen Ort hat sie nette, respektvolle Menschen kennengelernt, die ihr mit Herz und Verstand begegnen. Solche Menschen sind Lichter, sie teilen Wärme und Geborgenheit. Gerade deswegen macht es Sinn, sich zu besinnen. Sich bei Kerzenlicht Gedanken über Geschenke machen, über eigene Bedürfnisse und Wünsche kann ein schönes Adventsritual sein. Darf aber auch zu anderen Jahreszeiten zum Einsatz kommen.

(© Text von Monika Minder)


Schenken

Niemals leihe ich mehr aus, als wenn ich schenke.

(Seneca, ca. 4 v.Chr.-65 n.Chr., römischer Politiker, Philosoph)

Es ist bei uns der Brauch seit langem

Es ist bei uns der Brauch seit langem,
die Kinder stellen Schuhe vor das Haus und "plangen".
Denn morgen kommt der Nikolaus mit seinen Gaben,
kommt von weit und will uns etwas sagen.
Will erzählen uns vom Guten und vom Lieben,
dass man davon verschenke und auch kriege.

(© Monika Minder)

Plangen = Schweizerdeutsch = sehnsüchtig auf jemanden oder etwas warten, sich sehnen.

Gedichte zum 6. Adventstag - zum Nikolaustag

Glücklich

Glücklich
wer teilen lernt
seine Angst überwindet
zu kurz zu kommen

Glücklich
wer seinen Nächsten sieht
in seiner Bedürftigkeit
und ihn Gerechtigkeit erfahren lässt

Glücklich
wer Gott in sich träumen lassen lässt
und sich zutiefst bewegen lässt
ein Gleichnis des Miteinanderteilens zu werden.

(© Pierre Stutz, 1953, schweizer Theologe, Autor)

Dieses Gedicht ist hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Pierre Stutz.


Das Eselchen

Das Eselchen ist gesattelt,
es freut sich auf die Reise.
Der Nikolaus greift in die Taschen:
"alles da mein Weiser".

Das Eselchen rupft am Wegrand
noch ein paar Gräser ab,
dann brüllt es fröhlich los
und setzt sich forsch in Trab.

(© Monika Minder)

Sankt Nikolaus

Es fürchten die Kinder Sankt Nikolaus
Und seine Rutenhiebe,
Doch teilt er die süssen Gaben aus,
Verwandelt sich Schrecken in Liebe.

Sankt Nikolaus ist des Lebens Bild
Mit seinen Schicksalsstreichen,
Mit seinen Gaben, süss und mild,
Und den Tagen, den freudenreichen.

(Friedrich Pesendorfer, 1867-1935), österreichischer Theologe)

Knecht Ruprecht

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit grossen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:

„Knecht Ruprecht“, rief es, "alter Gesell,
Hebe die Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
Das Himmelstor ist aufgetan,
Alt’ und Junge sollen nun
Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
Und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
Denn es soll wieder Weihnachten werden!

Ich sprach: „O lieber Herr Christ,
Meine Reise fast zu Ende ist;
Ich soll nur noch in diese Stadt,
Wo’s eitel gute Kinder hat.“ -

„Hast denn das Säcklein auch bei dir?“

Ich sprach: „Das Säcklein das ist hier:
Denn Äpfel, Nuss und Mandelkern
Fressen fromme Kinder gern.“ -

„Hast denn die Rute auch bei dir?“

Ich sprach: „Die Rute, die ist hier:
Doch für die Kinder nur, die schlechten,
Die trifft sie auf den Teil den rechten.“

Christkindlein sprach:„So ist es recht;
So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“

Von drauss’ vom Walde komm ich her;
Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find’!
Sind’s gute Kind’, sind’s böse Kind’?

(Theodor Storm, 1817-1888, deutscher Schriftsteller)

Knecht Ruprecht, Entstehung 1882, Erscheinung 1889.

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