Frohe Tage, frohe Stunden,
Zuversicht und stets verbunden.
Gesunde Tage, gesunde Stunden,
Liebe, Glück und grosse Wunder.

(© Milena A.L.)

Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr

Texte - Wünsche - Gedanken - Sprüche - Gedichte - Reime - Verse

Alle Jahre wieder suchen wir nach besonderen Worte für Weihnachtsgrüsse und alles Gute für das neue Jahr zu wünschen. Und doch nehmen wir immer wieder dieselben Floskeln wie in den letzten Jahren. Wobei der Text: Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr wahrscheinlich für das Coronajahr eine ganz gute Figur macht.

Was wir heute tun, skizziert das Gemälde von morgen.

(© Monika Minder)

Schnee auf Pflanze

© Bild weihnachtsgedichte-sprueche.net, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos verwendet werden. Z.B. für eine Karte.

Berührt, ...

... wo Liebe wirken kann,
um ins Vertrauen zu führen.

(© Beat Jan)

Vertrauen

Die Hand hinhalten zum Gruss und damit ein Zeichen von Vertrauen setzen, geht jetzt gerade nicht. Corona hat uns zu einer besonderen Art der Grenzziehung gezwungen. In einigen Situationen ist man ganz froh darüber, in anderen ensteht eine seltsame Distanzierung. Als ich umgezogen war, suchte ich mir ein neues Stammlokal, um meinen Kaffee zu trinken und die Zeitung zu lesen. In Stammlokalen trifft man natürlich und logischerweise andere Stammleute und auch solche, die man sonst vom Sehen kennt. Einige kamen jedesmal auf mich zu und schüttelten mir die Hand. Dabei kamen sie mir so nah, dass ich einen Schritt rückwärts machen musste. Zuerst wollte ich nicht mehr hingehen, weil mir das einfach zuwider war. Dann kam Corona, und es hat sich von selbst geklärt.

In der Familie, bei Freunden und Bekannten fand ich es dann eher schmerzhaft, dass Nähe verloren ging. Die technischen Hilfsmittel helfen überbrücken, aber sie stellen an sich schon eine Distanzierung her. Vertrauen braucht Nähe, die angenehm ist.

Vielleicht haben wir aber gerade durch Corona festgestellt, wo wir mehr Grenzen ziehen sollten, und wo Nähe etwas Besonderes ist und uns Bodenhaftigkeit schenkt. Vertrauen, auf etwas (jemanden) bauen, wie auf die Jahreszeiten, die uns immer wieder bereichern.

Distanzierung, Abgrenzung... ist eine Möglichkeit, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Erfahrungen, die wir auch ohne Corona immer mal wieder machen können. Sie helfen klarer sehen..

(© H.S. Sam, 24. Aug. 2020)

S P R U C H
Wo wir für andere Licht sind, sind wir auch für uns Licht.

(© Monika Minder)

Vertrauen ins Schicksal

Gehen Sie davon aus, dass in jeder Widrigkeit, die das Schicksal Ihnen vor die Füsse wirft, eine Chance steckt, die Ihnen ein Schicksal ohne Widrigkeit nicht böte. Denn: Wer nicht davon ausgeht, dass selbst Widrigkeiten Chancen bieten, erkennt sie nicht. Wer Chancen nicht erkennt, kann sie auch nicht nutzen.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Kraft und Zuversicht entstehen, wo wir voneinander lernen.

(© Hanna Schnyders)

rote Christbaumkugel mit weissen Punkten

© Bild weihnachtsgedichte-sprueche.net, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos verwendet werden. Z.B. für eine Karte.

Man sollte immer mal wieder...
... Kopf stehen

Und alles in Frage stellen. Zum Beispiel würde dann: "Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr" in etwa heissen: "Frohes Jahr und ein gesundes neues Weihnachten."

Damit würde ich mehr Fröhlichkeit wünschen, was unserer ach so angepassten Welt durchaus stehen würde. Damit meine ich keine Ballermann-Fröhlichkeit. Sie ist so falsch wie die angetrunkene. Fröhlichkeit entsteht, wo ich zufrieden bin. Zufrieden bin ich, wo ich mich mit meinen Fähigkeiten einbringen kann, wo ich über mich selber lachen kann, mich nicht zu ernst nehme, aber auch dort, wo ich frei bin. Frei bin ich, wo ich mir nicht alles gefallen lasse, mich wehre gegen all die Ungerechtigkeiten, wo ich Grenzen ziehe, wenn es nicht passt.

Mit einem gesunden neuen Weihnachten wünschte ich mehr Echtheit. Diese gelingt mir, wo ich, wie oben schon gesagt, Grenzen ziehe, wenn es nicht passt. Ich muss den Traditionen nicht folgen, wenn sie mir zuwider sind. Man kann Weihnachten auch anders verbringen als mit kitschigen Festlichkeiten. Man muss Familie nicht treffen, wenn man sich nicht versteht. Wir können aber versuchen, sie zu verstehen und dabei uns selbst verständlicher zu machen.

(© Marie A.H. 23. Aug. 2020)

Die Liebe

Wenn ihr Freunde vergesst, wenn ihr die Euern all,
O ihr Dankbaren, sie, euere Dichter schmäht,
Gott vergeb es, doch ehret
Nur die Seele der Liebenden.

Denn o saget, wo lebt menschliches Leben sonst,
Da die knechtische jetzt alles, die Sorge, zwingt?
Darum wandelt der Gott auch
Sorglos über dem Haupt uns längst.

Doch, wie immer das Jahr kalt und gesanglos ist
Zur beschiedenen Zeit, aber aus weißem Feld
Grüne Halme doch sprossen,
Oft ein einsamer Vogel singt,

Wenn sich mählich der Wald dehnet, der Strom sich regt,
Schon die mildere Luft leise von Mittag weht
Zur erlesenen Stunde,
So ein Zeichen der schönern Zeit,

Die wir glauben, erwächst einziggenügsam noch,
Einzig edel und fromm über dem ehernen,
Wilden Boden die Liebe,
Gottes Tochter, von ihm allein.

Sei gesegnet, o sei, himmlische Pflanze, mir
Mit Gesange gepflegt, wenn des ätherischen
Nektars Kräfte dich nähren,
Und der schöpfrische Strahl dich reift.

Wachs und werde zum Wald! eine beseeltere,
Vollentblühende Welt! Sprache der Liebenden
Sei die Sprache des Landes,
Ihre Seele der Laut des Volks!

(Friedrich Hölderlin, 1770-1843, deutscher Dichter, Philosoph)

S P R U C H
Wir sind nichts; was wir suchen, ist alles.

(Hölderlin)

Liebeslied

Dich sehen,
ist: die Heimat haben!
dich sehen,
ist: zu Hause sein!
alle Sehnsucht ist begraben,
alle Wünsche schlummern ein!

Und ich weiss nichts mehr von draussen,
weiss nichts mehr von Müh und Plag,
und wie einsam es gewesen
und wie freudlos jeder Tag!

Alles ach ist selig schöner
Friede nur und Sonnenschein!
dich sehen,
ist: die Heimat haben!
dich sehen,
ist: zu Hause sein!

(Cäsar Flaischlen, 1864-1920, deutscher Schriftsteller, Journalist und Redakteur)

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