Licht ist mehr als Energie.
Licht ist die Erkenntnis dessen,
was Erkennen ist.

(© Hanna Schnyders)

Kerzen - Licht

Gedanken - Texte - Gedichte - Sprüche - Wünsche

Kerzen schenken Licht in dunklen Zeiten, schaffen eine geborgene Atmosphäre und erfreuen Herz und Seele. Geborgenheit können wir gerade in unsicheren Zeiten sehr gut brauchen. Vertrautes tut jetzt gut. Es macht Hoffnung und schenkt Zuversicht. Auf dieser Seite erwarten Sie besinnliche Gedanken, gute und kritische Texte, schöne besinnliche Gedichte und Sprüche sowie tolle...

... Geschenk-Tipps

Wenn du traurig bist, zünde ein Lichtlein an, und lass es etwas beleuchten, das dir lieb ist.

(© Marie A.H.)

brennende Kerzlein mit gebackenen Plätzchen

© Bild weihnachtsgedichte-sprueche.net, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos verwendet werden. Z.B. für eine Karte.

Leuchtet ...

... eine Kerze, leuchtet ein Geheimnis auf. Wie die Seele, die ihre Leidenschaft entdeckt hat.

(© H.S. Sam)

Kerzen-Licht

Wenn ich traurig bin, deprimiert, einsam oder sonst gerade in einem tiefen Loch stecke, dann habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, diesen Zustand erst einmal anzunehmen. Im Sinne von, ich bin jetzt traurig, und darf es auch sein. Ich zünde mir dann oft eine Kerze an und stelle sie vor ein Bild, das meine melancholische Stimmung noch verstärkt, so dass ich weinen kann. Wenn es sich dann ein bisschen ausgeweint hat, stelle ich das Licht vor ein Bild, das ich gerne betrachte, das mir wohl tut. Vielleicht sogar ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Manchmal ist es nicht ein Bild, sondern ein geliebter Gegenstand, den ich beleuchte. Zum Beispiel meine Gitarre, weil ich sehr gerne musiziere oder ein Buch, aus dem ich immer wieder Kraft schöpfe.

Schon allein das Kerzenlicht zaubert eine Stimmung in den Raum, die einzigartig ist. Ich beobachte das Flämmchen, wie es leicht hin- und herschaukelt, und ich drücke am Wachs herum, wie ein kleines Kind. Ich erlaube mir Süssigkeiten und tue mir Gutes.

Rückzug ist besser als jedes Medikament. Einfach mal wieder so ganz mit sich und bei sich sein und träumen. Wann hat man sonst noch Zeit für diesen Luxus? Und was man beim Tagträumen so alles erfährt über sich selbst. Nicht übel...

Im letzten Jahr hatte ich mir zum Ziel gesetzt, mit meinen lauten (mobbenden) Nachbarn eine gute Lösung zu finden, damit das Zusammenleben erträglicher wird. Ich habe mir grosse Mühe gegeben, war stets freundlich und respektvoll. Leider stiess ich aber auf sture und dumme Menschen, die kein Entgegenkommen zeigen wollten. Also schwieg ich. Das hat mich viel Kraft und Nerven gekostet, so dass ich immer wie depressiver wurde.

Jetzt habe ich eine andere Wohnung und erlaube mir zwei Tage die Woche nur das zu tun, was ich immer schon tun wollte. Welche Befreiung, welches Glück.

Lichter setzen, indem wir uns wehren gegen das Ungerechte. Aber auch, indem wir einsehen, dass es an irgendeinem Punkt besser ist, loszulassen und zu gehen.

(© Marie A.H., 8. Sept. 2020)

Z I T A T
Wo Widerstand nicht sprachlos ist, leuchtet Licht weit in die Zukunft.

(© M.B. Hermann)

Harmonie ist...

Harmonie ist Übereinstimmung von Innen und Aussen. Duckt man sich vor anderen, gerät man in Konflikt mit sich selbst. Ignoriert man sie, verstrickt man sich in endlose Kämpfe. Nirgendwo wird mehr Mut verschwendet als in einem sinnlosen Krieg.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Das Licht

In deine Flamme schau ich, Kerzenlicht,
die wie ein Schwert die Finsternis durchbohrt.
Hab Dank, du schonest auch den Schatten nicht,
der meinen schlafgemiednen Sinn umflort.

Ich nähre mich an deiner ruhigen Kraft,
du Bild der Seele, die das Dunkel trennt
und ihres Leibes erdenschweren Schaft
gleich einer Fackel in den Raum verbrennt.

(Christian Morgenstern, 1871-1914, deutscher Schriftsteller, Dichter, Journalist, Dramaturg und Übersetzer)

Nachts leuchtet jedes Licht optimistischer.

(© Jo M. Wysser)

Kerze brennt hat rote Lichtpunkte im Hintergrund

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Ein Licht ...

... könnte uns aufgehen. Im Sinne von einer optimistischen Sicht auf die Zukunft, im Sinne von, die Welt besser machen. Oder wie der deutsche Philosoph Leibnitz sagte, die beste aller möglichen Welten schaffen. Das würde vor allem heissen, selber besser werden. Wir haben alle viel dazu beigetragen, eine ungerechte Welt zu schaffen. Corona hat uns näher vor Augen gebracht, was wir längst wussten. Inwieweit sich das System dadurch verändern wird, wissen wir noch nicht. Wir können nur hoffen, dass den Regierenden auch ein Licht aufgegangen ist.

Zünden wir eine Kerze für den neuen Optimismus an, der durchleuchtet ist von Hoffnung und Zuversicht. Denn darin finden wir die Kraft für Visionen, für Veränderung, für individuelles und kollektives Handeln und für Vertrauen. Wir brauchen ein Zukunftsbild von der Welt, die einmal besser dastehen soll als sie jetzt dasteht. Wir brauchen mehr Vertrauen, statt mehr Sicherheitsapparate. Wir müssen freier und autarker werden, und uns mehr den ethischen Fragen als den ästhetischen zuwenden. Verantwortung braucht ein neues Licht.

(© Monika Minder, 11. Sept. 2020)

S P R U C H
Sein Leben verstehen heisst: wach werden für die Wirklichkeit.

(© Monika Minder)

Gutes entstehen lassen

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten. Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

(Dietrich Bonhoeffer, 1906-1945, deutscher lutherischer Theologe)

S P R U C H
Meine Übung alle Dinge, wie sie sind, zu sehen und zu lesen, meine Treue das Auge licht sein zu lassen, meine völlige Entäusserung von aller Prätention, machen mich hier im stillen höchst glücklich.

(Johann Wofgang von Goethe, 1749-1832)

Gedicht

Nachts

Mein Wort, das sanft dich grüsst
bei Tag aus Herzensfülle,
Erregt der Mitternacht
geheimnisvolle Stille.
An meinem Lager brennt
der Kerze trübes Licht;
Die Reime, klangvermählt,
beseelen mein Gedicht,
Der Quell der Lieder rauscht,
gleich meiner Liebe Fluten;
Es lichtet sich die Nacht
bei deiner Blicke Gluten
Und einer Stimme Ton
schliesst alle Wonnen ein:
"Mein Freund … ich liebe dich …
dein bin ich … ewig dein!".

(Alexander Puschkin, 1799-1837, russischer Dichter)

Sterne leuchten nur, wenn sie sich drehen wie die Hoffnung zur Zuversicht.

(© Monika Minder)

brennende Kerzen mit Christbaumkugel

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Ein Licht ...

... begleitet uns in einer Liebe, in einer Freundschaft, in einem vertrauten Umfeld, in der Natur... . Wir fühlen uns geborgen, wenn wir an Menschen denken, die uns nahe stehen und mit denen wir etwas teilen. Menschen, in deren Gegenwart wir uns wohl fühlen. Geborgenheit ist, wo ich Vertrautes um mich habe, aber auch, wo ich Vertrautes fühle. Eine gewohnte Umgebung, die Wohnung mit den Büchern und Bildern, der Spazierweg mit den Bäumen, der kleine Laden um die Ecke...

Gewohnheiten und Vertrautes schenken Geborgenheit. All das, was vielleicht im Leben ohne Corona etwas langweilig geworden ist, wird gerade in dieser unsicheren Zeit besonders wichtig. Eine Freundschaft, die wir vernachlässigt haben, wird zu einem kostbaren Gut. Der kleine Laden um die Ecke, wo die Frau an der Kasse mit uns redet, ein offenes Ohr hat und einfach da ist, wird eine dankbare Einkaufsmöglichkeit, die wir auch nach Corona weiter pflegen sollten.

Nicht vergessen, dass grosse Konzerne und die Technik viel an Zwischenmenschlichem zerstört haben, und wir keinen Zacken an der Krone verlieren, wenn wir wieder mehr auf wirkliche Werte setzen. Und diese entstehen jenseits des Materiellen.

(© Beat Jan, 3. Nov. 2020)

S P R U C H
Im Rückzug finden wir nicht nur Grenzen, sondern erkennen das Licht der Geborgenheit, in dieser sich Weite erst definieren lässt.

(© Hanna Schnyders)

Zwei Lichtlein

Es sieht von deinem Fenster
Ein Lichtlein in die Nacht,
Es hat in meinem Herzen
Ein zweites Licht entfacht.

Ich muss es immer denken
Und denk es doch nicht aus:
Fänd' doch dies eigne Lichtlein
Zum Licht in deinem Haus!

Das gäbe dann ein Leuchten
Und Strahlen Nacht und Tag. -
Zwei Lichtlein brennen heller,
Als eines brennen mag.

(Ernst Goll 1887-1912, österreichischer Schriftsteller)

S P R U C H
Solange Geborgenheit in uns wohnt, wohnt auch Zuversicht in uns.

(© H.S. Sam)