Man kann mit dem Himmel
keine Geschäfte machen,
weil er nichts kauft,
sondern nur schenkt.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Zuversicht - Hoffnung

Gedanken - Texte - Gedichte - Sprüche - Wünsche

Besinnliche und einfühlsame Worte sind In schwierigen Zeiten wichtiger denn je. Hoffnung und Zuversicht schenken, Mut machen, das gibt Halt und Kraft. Hoffnung impliziert den passiven Akt, das Warten auf bessere Zeiten, während wir in der Zuversicht eher die aktive Seite finden. Die Seite, die zugeht, die tut, die verändert..., mit der Sicht auf die Zukunft. Wir brauchen beides. Auf dieser Seite erwarten Sie tiefsinnige Gedanken, gute und kritische Texte, herzliche Gedichte und schöne Sprüche zum Nachdenken oder Schenken.

Im Entscheiden und Handeln wächst Vertrauen sowie Zuversicht auf Künftiges.

(© Milena A.L.)

© Bild weihnachtsgedichte-sprueche.net, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos verwendet werden. Z.B. für eine Karte.

ZUVERSICHT ...

... wo aus dem Einfachsten etwas entsteht.

(© Monika Minder)

Hoffnungsvoll und zuversichtlich sein, was heisst das eigentlich?

Auf sich selbst vertrauen oder eher auf eine übergeordnete Kraft? Hoffnung wirkt auf mich immer ein bisschen passiv. Zuversicht zu mystisch. Das muss aber nicht sein. Däumchen drehen und auf bessere Zeiten warten, kann gerade für einen kranken Menschen ein Genesungsweg sein. Wobei Däumchen drehen gar nicht einmal so passiv sein muss, sondern im Sinne von, ich tue mir Gutes, ich lasse mir Zeit, ich denke darüber nach... angesehen werden kann.

Wer sich über längeren Zeitraum Vieles gefallen lässt und hofft, er/sie/es wird sich schon ändern, fällt höchstens in einen unzufriedenen Zustand, und wird mit der Zeit aggressiv. Gerade bei Problemen in Arbeitsverhältnissen oder in familiären- und partnerschaftlichen Bereichen. Hoffnung allein reicht nicht aus, um eine Veränderung herbeizuführen. Irgendwann nagen Kompromisse an der Gesundheit. Sich nicht wehren, schwächt das Abwehrsystem.

Hier brauchen wir Zuversicht. Vertrauen in uns selbst. Bewusst wahrnehmen, was wir als ungerecht empfinden und sehen, was wir an Möglichkeiten zur Veränderung haben, und wie wir diese umsetzen können. Ein Bewusstwerden auch unserer eigenen Ressourcen, der Stärken und Begabungen. Zuversicht ist die Sicht auf eine veränderte Zukunft. Eine Sicht, die sich in der Hoffnung ordnet und selbstbewusst mit den vorhandenen Möglichkeiten, sind sie auch noch so klein, vorwärts geht. Dabei lernen wir ansprechen, konfrontieren, aussprechen, diskutieren, und uns verständlich machen. Und vielleicht, wenn alles nichts hilft, eine klare Entscheidung treffen.

Wach sein für das, was ich brauche und Mut, das Mögliche möglich zu machen, ohne das Risiko auszublenden. Sich selbst vertrauen, impliziert sich seiner selbst bewusst zu sein, was wiederum selbstbewussteres Handeln möglich macht. Damit sind keine Do-it-yourself-Anleitungen gemeint, die wir heute oft plakativ vorgekäut bekommen. Zum selbstbewussten Handeln brauchen wir keine Geräte, die uns kontrollieren oder sagen, was wir zu tun und zu lassen haben. Das Gegenteil wird damit bewirkt. Wir machen uns abhängig und vertrauen irgendwann nur noch technischen Hilfsmitteln und nicht mehr uns selbst.

Wie mehr dieser Überwachungsgeräte wir einsetzen, wie mehr schüren wir Angst. Ein ewiger Kreislauf, der uns entfernt und entfremdet von uns selbst. Nicht mehr angesprochen, verlieren wir nach und nach das Vertrauen in unseren eigenen Körper, in unsere eigenen Ressourcen.

"Zwar gibt die Technik die Illusion der Macht, letztlich aber ist sie nur der Verlust alles Menschlichen", sagte Gabriel Marcel.

Die Fragen nach Hoffnung und Zuversicht haben angesichts der Pandemie nichts an Aktualität verloren. Unter dem Scheffel des Wirtschaftswachstums sind wir zu Sklaven geworden. Vielen fehlt es an Mut. Die Aufmüpfigkeit zeigt sich höchstens in Gewalt, Zynismus und Ironie und nicht dort, wo sie hingehörte.

(© Monika Minder, 22. Sept. 2021)

Sich selbst vertrauen impliziert, sich seiner selbst bewusst zu sein.

(© Monika Minder)

Rosa Aquarell mit Sternen

© Bild weihnachtsgedichte-spreuche.net, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos verwendet werden. Z.B. für eine Karte.

Verloren ...

... wo wir die Zuversicht der Hoffnung überlassen.

(© H.S. Sam)

Vertrauen

Die Hand hinhalten zum Gruss und damit ein Zeichen von Vertrauen setzen, geht jetzt gerade nicht. Corona hat uns zu einer besonderen Art der Grenzziehung gezwungen. In einigen Situationen sind wir ganz froh darüber, in anderen ensteht eine seltsame Distanzierung. Als ich umgezogen war, suchte ich mir ein neues Stammlokal, um meinen Kaffee zu trinken und die Zeitung zu lesen. In Stammlokalen trifft man natürlich und logischerweise andere Stammleute und auch solche, die man sonst vom Sehen kennt. Einige kamen jedesmal auf mich zu und schüttelten mir die Hand. Dabei kamen sie mir so nah, dass ich einen Schritt rückwärts machen musste. Zuerst wollte ich nicht mehr hingehen, weil mir das einfach zuwider war. Dann kam Corona, und es hat sich von selbst geklärt.

In der Familie, bei Freunden und Bekannten fand ich es dann eher schmerzhaft, dass Nähe verloren ging. Die technischen Hilfsmittel helfen überbrücken, aber sie stellen an sich schon eine Distanzierung her. Vertrauen braucht Nähe, die angenehm ist.

Vielleicht haben wir aber gerade durch Corona festgestellt, wo wir mehr Grenzen ziehen sollten, und wo Nähe etwas Besonderes ist, und uns Bodenhaftigkeit schenkt. Vertrauen, auf etwas (jemanden) bauen, wie auf die Jahreszeiten, die uns jedes Jahr immer wieder bereichern, schenkt Geborgenheit.

Abgrenzung, Distanzierung... sind eine Möglichkeit, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Erfahrungen, die wir auch ohne Corona immer mal wieder machen können. Sie helfen klarer sehen.

(© H.S. Sam, 24. Aug. 2020)

S P R U C H
Wo wir für andere Licht sind, sind wir auch für uns Licht.

(© Monika Minder)

Vertrauen ins Schicksal

Gehen Sie davon aus, dass in jeder Widrigkeit, die das Schicksal Ihnen vor die Füsse wirft, eine Chance steckt, die Ihnen ein Schicksal ohne Widrigkeit nicht böte. Denn: Wer nicht davon ausgeht, dass selbst Widrigkeiten Chancen bieten, erkennt sie nicht. Wer Chancen nicht erkennt, kann sie auch nicht nutzen.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Zuversicht öffnet alle Türen.

(© Beat Jan)

© Bild weihnachtsgedichte-spreuche.net, darf ausgedruckt und privat (nicht im Internet und nicht kommerziell) kostenlos verwendet werden. Z.B. für eine Karte.

Wir vertrauen auf vieles...

... deshalb stehen wir morgens auf, steigen ins Auto oder in den Zug und vertrauen, dass wir unbeschadet am Ziel ankommen. Dass es auch anders sein könnte, darüber denken wir nicht nach. Wir tun es einfach. Dieses blinde Vertrauen ist durch Corona brüchig geworden. Manche Menschen gehen gar nicht mehr aus dem Haus, andere mit Angst oder doch wenigstens mit einer grossen Portion Respekt im Hinterkopf. Andere sind weiterhin blind unterwegs.

Doch wir wissen jetzt, wir sind verletzlich. Es herrscht Krieg, jedenfalls eine Art sozialer Krieg. Jeder andere Mensch kann für uns gefährlich werden und wir für ihn. Das soziale Gefüge ist zu hinterfragen und neu einzustellen. Wir selbst und alle anderen tragen Verantwortung, denn wir selbst und alle anderen sind gefährdet, sind verletzlich. Auf eine ganz andere Art verletzlich. Hier ist Vertrauen besonders gefragt, denn wir können nie sicher sein, ob die andere Person die Regeln einhält.

Was wir aber sicher können, wir können nachfragen: Hast du die Hände gewaschen, Abstände eingehalten....? Wir können uns informieren, wo der Mensch, mit dem wir gerade zu tun haben, gestern war, und ob er vor mir andere Leute getroffen hat. Sonst fragen wir ja auch, wo warst du in den Ferien, wie war das Wochenende...? Nur der Grund ist ein anderer. Wir dürfen skeptisch sein, misstrauen. Würden wir das nicht, hätten wir keine Alternativen. Vertrauen braucht Alternativen.

Abstände werden mit Streifen und Glasscheiben signalisiert. Sie sollen uns Sicherheit geben, damit wir weiterhin vertrauensvoll einkaufen und konsumieren können. Es werden uns Regeln aufgezwungen, die dies verstärken. Politiker werden zu Vertrauenspolizisten und definieren, was für uns gut sein soll.

Doch Vertrauen braucht noch viel mehr als Regeln und Alternativen. Vertrauen braucht Gerechtigkeit. In dem System in dem wir leben, gibt es alles, nur keine Gerechtigkeit.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Hoffnung flackert wie ein Stern zwischen den Wolken. Sichtbar, greifbar und doch immer wieder verschwindend.

(© H.S. Sam)

Zwischen Kirschblüten und reifen Äpfeln

Irgendwo zwischen Kirschblüten und reifen Äpfeln ist uns die Zeit und das Vertrauen abhanden gekommen. Nicht, dass wir es nicht längst wussten, dass diese Raserei und das blinde Konsumieren und Hinnehmen systemischer Verhältnisse so nicht weitergehen kann. Und Wirtschaftswachstum nicht nur Plunder, sondern auch Ungerechtigkeiten produziert. Aber, das wollten wir nicht sehen. Es ging uns ja gut. Das Geschäft mit der Liebe und dem sozialen Netzgewerke und überhaupt, was kann man nicht alles konsumieren. Glück und so traditionelle Sachen wie Alkohol und finanzielle Sicherheit.
Zwischen Kirschblüten und reifen Äpfeln ist uns der Groschen gefallen. Nur verändert hat er uns nicht. Es reicht eben doch nicht, nur zu wissen und zu wollen.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.

(Johann Wofgang von Goethe, 1749-1832)

Gedicht

Versuch's nur weiter

Weil dir ein goldener Traum zerronnen,
was hast du drum für herbe Qual?!
Es ist doch nicht das erstemal,
dass dich enttäuscht, was du begonnen!

Den Kopf hoch! Auf! Wozu verzagen
kleingläubig gleich und hoffnungslos?!
Dein Mut schien doch so riesengross,
das Letzte selber kühn zu wagen!

Versuch's nur weiter! Ohne Bangen!
Und senke schweigend nicht das Haupt!
Wer will und an sein Können glaubt,
wird immer an sein Ziel gelangen.

(Cäsar Flaischlen, 1864-1920, deutscher Schriftsteller, Journalist und Redakteur)

Wo Widerstand ...

... nicht sprachlos ist, leuchtet Licht weit in die Zukunft.

(© M.B. Hermann)

Gedanken

Wir stehen vor der Adventszeit, den Tagen des ausgehenden Jahres. Der dunkelsten Tage der Jahreszeit. Die Tage, vierundzwanzig an der Zahl, vom 1. Dezember bis Weihnachten laden dazu ein, weit zu werden, der Hoffnung zu folgen und Licht in unsere beschränkte Welt zu bringen. Diese Tage sind mit vielen Gedenk- und Jahrestagen gefüllt, die an die Verletzlichkeit des Lebens, an Abschied und Tod erinnern. Nicht nur wir Menschen ziehen uns in dieser Jahreszeit vermehrt zurück, auch die Natur geht in sich. Letzte Blätter fallen von den nackt gewordenen Bäumen. Trüb wird es und immer wie kälter. Jetzt suchen wir Wärme und Behaglichkeit in geheizten Räumen und sorgen für mehr Licht. Wir schmücken die Zimmer, stellen Kerzen auf, dekorieren den Tisch. Langsam wird es festlich, wie wenn wir jemanden erwarten würden. Der Lärm und die Hektik sind draussen geblieben. Es wird still. Mit dieser Freude auf Weihnachten, dieser Einladung, auch an sich selbst, richten wir uns auf. Erwartungsvoll machen wir Licht und lassen uns im Zauber der Hoffnung beschenken.

(© Monika Minder)

S P R U C H
Im Rückzug finden wir nicht nur Grenzen, sondern erkennen das Licht der Geborgenheit, in dieser sich Weite erst definieren lässt.

(© Hanna Schnyders)

Sterne betrachten

Sterne betrachten und Vorsätze fassen,
es ist Zeit, das ein und andere zu lassen.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Wir sind zerbrechlich und aus Staub,
die Welt hat an der Seele geraubt.
Doch wer ein Licht sieht im Morgen,
fühlt sich im Neuen geborgen.

(© H.S. Sam)